Familie tut Gesellschaft und Wirtschaft gut!

von Dr. Walter Döring - April 2009

Was war die Familie Ende der 60iger/Anfang der 70iger Jahre von den selbsternannten Weltverbesserern in Misskredit gezogen worden, und welche enormen Auswirkungen zeitigt die immer noch anhaltende Singularisierung unserer Gesellschaft auf nahezu alle unsere Lebensbereiche - und was stellen wir aktuell fest: Familie hat Konjunktur!

 

Es war schon immer falsch und nie belegt, sondern entsprang immer einem kleingeistigen Zeitgeistdenken, dass „Familie out“ sei, der Generationenvertrag „nicht mehr funktioniere“, und Hilfe in der Not „nur mehr von außerhalb der Familie“ zu erwarten sei.

 

Die Wirklichkeit sah und sieht anders aus:

Nach einer Studie von Professor Horst W. Opaschowski vom Hamburger BAT-Freizeit-Forschungsinstitut im Frühjahr 2008 sind „die Alten zu Opfern für die Jungen bereit“. So geben die über 65-jährigen Eltern das Siebenfache dessen an ihre Kinder, was sie von diesen an finanziellen Mitteln zurückbekommen.

 

Das Fazit dieser Studie lautet:“ Das soziale Netz der Familien garantiert einen Lastenausgleich zwischen den Generationen“.

 

Dieser von Experten sogenannte „kleine Generationenvertrag“ ist nach Meinung des Heidelberger Professors Andreas Kruse in seiner Bedeutung für unsere Gesellschaft gar nicht zu überschätzen:“Die Familie ist nach wie vor der zentrale Ort von Unterstützungsleistungen zwischen den Generationen, und die Beziehungen untereinander sind von Wertschätzung und Solidarität geprägt. Man hilft sich innerhalb der Familie, wann immer erforderlich und möglich: Etwa 80 Prozent der Menschen mit Hilfe- oder Pflegebedarf werden zuhause durch Familienangehörige versorgt“. Das ist in Zeiten des Pflegenotstands ein ungeheurer Wert!

 

Aber auch ganz nüchterne Zahlen sprechen eine klare Sprache:

Nach Schätzungen des Deutschen Zentrums für Altersfragen überweisen Großeltern und Eltern jährlich an ihre erwachsenen Kinder und Enkel 32,5 Milliarden Euro – „besonders häufig und viel, wenn Krisensituationen auftreten“, sagt der stellvertretende Institutsleiter Andreas Klingenbiel.

 

Die Erfahrungen aus früheren und aktuellen Krisen zeigen, dass Familien tatsächlich der Ort sind, an dem die Deutschen Zuflucht suchen, wenn ihre Betriebe in Not geraten, ihre Arbeitsplätze verloren gehen oder ihre Gesundheit nicht mehr mitspielt. Durchgängig wird in Umfragen, wo die Menschen in Notlagen in erster Linie Hilfe suchen würden, von 80% der Befragten die Familie genannt – unverändert bis heute.

 

Schon immer besinnen sich die Menschen in Krisenzeiten „auf das, was wirklich zählt im Leben“ : Auf das Familienleben. Es kommt zu einer verstärkten Betonung von Vertrauensbeziehungen in der Familie.

 

Das ist von vielerlei Vorteil: Für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und für die vielen Familienunternehmen in unserem Lande, die durch das Zusammenstehen von Familien am Leben gehalten werden, wodurch Ausbildungs- und Arbeitsplätze gesichert werden; kurz: Familie tut Wirtschaft und Gesellschaft gut!

 

© Dr. Walter Döring



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