Mit neuen Branchen zu neuem Wachstum!

von Dr. Walter Döring - Januar 2010

Jahrzehntelang haben uns überwiegend drei Branchen Wachstum und damit Arbeitsplätze und Wohlstand gesichert: Autos, Maschinenbau und Chemie. Vor allem die ersten beiden Genannten sind von der weltweiten Wirtschaftsflaute aktuell am härtesten betroffen und werden sich nach einhelliger Expertenmeinung erst nach Jahren wieder erholen und die frühere Position als Wachstumsgaranten vielleicht nie mehr in den früher gewohnten Höhen erreichen können.

 

Für die großen, vor allem asiatischen Wachstumsmärkte, produziert unsere Automobilindustrie immer noch zu teuer, und im Maschinenbau haben uns die Chinesen als wichtigste Weltmarktlieferanten bereits überholt.

 

Also braucht es neue und zukunftssichere Branchen: Die Umwelttechnologie in all ihren unterschiedlichen Ausgestaltungen!

 

Die gegenwärtig überall in der Welt aufgelegten Konjunkturprogramme sehen Ausgaben von 430 Milliarden Dollar für Investitionen in Umwelttechnik vor – und da kann Deutschland in allen Bereichen mit exzellenter Technik, herausragenden Innovationen und guten Erfahrungswerten aufwarten.

 

Der Greentech-Atlas, die umfassendste Untersuchung der deutschen Umwelttechnik-Industrie, belegt, dass die Öko-Branche geradezu zum Rettungsanker für die deutsche Wirtschaft werden kann: Während in der Autoindustrie oder im Maschinenbau die Zahl der Beschäftigten in unserem Land stagniert, wird sich die Zahl der Jobs in der Greentech-Industrie bis 2020 auf über 2,2 Millionen verdoppeln.

 

Eine ähnliche Entwicklung sehen die Experten auch beim Umsatz, den deutsche Unternehmen mit „grüner Technik“ erzielen: Er soll von aktuell 210 Milliarden EURO in den nächsten 10 Jahren auf über 460 Milliarden klettern. Einher geht dieses Wachstum mit der Schaffung von einer Million neuer Arbeitsplätze.

 

Nach einer Studie von Roland Berger beträgt das Wachstumspotential ausgewählter Märkte für Umwelttechnik pro Jahr bei der Energieerzeugung 11%, bei Rohstoff- und Materialeffizienz 10%, bei der Energieeffizienz 6%, bei der Kreislaufwirtschaft 5%, bei nachhaltiger Wasserwirtschaft 3% und bei nachhaltiger Mobilität ebenfalls 3%.

 

Erfreulich sind die Fortschritte bei der Windkraft auf See, also offshore: Hier sind enorme Anstrengungen zu verzeichnen, und nicht wenige sind der Überzeugung, dass hier eine neue Industrie für Deutschland entsteht, die das „Zeug dazu hat“, zum Exportschlager für Deutschland zu werden.

 

Erste Anerkennung hierfür: In dem Recovery-Plan der EU-Kommission sind vier deutsche Offshore-Windparks mit einem Fördervolumen von 200 Mio Euro vorgesehen.

 

Fazit: Deutsche Ingenieurskunst wird auch in neuen Branchen für den entscheidenden Wettbewerbsvorsprung sorgen, die wir zur Sicherung von Wachstum, Arbeitsplätzen und Wohlstand so dringend benötigen.    

 

© Dr. Walter Döring



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